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Messprogramm gestartet

Fre, 27.04.2012

Forschung und Fitness müssen sich nicht ausschließen.

Noch läuft die automatische Sondenmessung im Seelabor nicht, sondern muss per Hand durchgeführt werden. Einmal die Woche fährt IGB-Technikerin Marén Lentz darum hinaus und misst verschiedene limnologische Parameter in den Versuchszylindern.


Ganz schön schwer seien die beiden Messsonden, mit denen nun wöchentlich Tiefenprofile in den Versuchszylindern des Seelabors aufgenommen werden, sagt Marén Lentz. Sie steht auf einem der Aluminium-Schwimmringe und lässt eine sogenannte Multiparametersonde langsam bis auf den Seegrund in etwa 20 m Tiefe hinab: «Da habe ich gleich ein Fitnessprogramm!»

 

 

Auf der heutigen Messkampagne wird die IGB-Technikerin von Marieke Soeter begleitet. Die Holländerin hat erst kürzlich ihre Doktorarbeit am IGB Stechlin begonnen. Sie überwacht den Computer, auf dem die gemessenen Werte sofort angezeigt werden. Die Multiparametersonde übermittelt alle paar Zentimeter, wie die Wasserqualität in der jeweiligen Tiefe ist. Dabei werden gleichzeitig die Temperatur, der Sauerstoffgehalt und pH-Wert, die Trübung und elektrische Leitfähigkeit sowie das Redox-Potential bestimmt.

 

Nach der Multiparametersonde kommt die Pigmentsonde zum Einsatz. Auch damit nehmen Marén und Marieke Tiefenprofile auf. Diese zweite Sonde misst den Chlorophyllgehalt des Wassers – ein Maß für die Menge der im Wasser suspendierten Algen –, und kann darüber hinaus bis zu vier Algengruppen unterscheiden.

 

 

Ist die automatische Sondenmessung einmal installiert, muss dafür niemand mehr hinaus aufs Seelabor. Dann werden mehrfach am Tag in jedem Versuchszylinder Tiefenprofile mit den Messsonden aufgenommen und die Daten per Glasfaserkabel direkt zum Labor gesendet. Bis dahin aber ist einmal pro Woche Bizepstraining angesagt.

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