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Samstag, 10.08.2013

Erste Ergebnisse zum Seelabor international vorgestellt

Limnologenkongress in Budapest

Am 32. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Limnologie präsentierten Wissenschaftler des IGB Stechlin erste Ergebnisse zum Seelabor. Bei der Tagung, die vom 4. bis zum 9. August in Budapest stattfand, kamen mehr als 500 Teilnehmer aus 47 Ländern und 5 Kontinenten zusammen.

Alle drei Jahre, immer in einer anderen Stadt, treffen sich die Gewässerforscher der Internationalen Gesellschaft für Limnologie zu einem Kongress. In diesem Jahr richtete die Ungarische Akademie der Wissenschaften vom 4. bis 9. August die Veranstaltung im Budapester Kongresszentrum aus.

 

Vom IGB Stechlin stellten vier Wissenschaftler ihre Ergebnisse zum Thema «Klimawandel und Seen» vor. Prof. Dr. Mark Gessner zeigte in seinem Vortrag erste Resultate aus Experimenten am Seelabor: Das im Jahr 2012 durchgeführte kontinuierliche Mischen von Oberflächen- und Tiefenwasser in den Versuchszylindern des Seelabors hatte keinen Effekt auf das Wachstum der im Freiwasser schwebenden Algen. Die Durchmischung ist eine Managementoption, um unerwünschte, teilweise giftige Cyanobakterien zu unterdrücken, die infolge Klimawandels vermehrt auftreten könnten. Bislang war nicht klar, ob diese Maßnahme auch die Schwebalgen in Seen beeinträchtigen würde.

 

Gewässerökologe Dr. Peter Kasprzak analysierte in seinem Referat die Hintergründe der Trübung, die die Sichttiefe des Stechlinsees im Juli 2011 stark eingeschränkt hatte. Kasprzak kam zum Schluss, dass diese Situation durch eine extreme Wettererlage ausgelöst worden war. Solche Extremereignisse werden im Zuge des Klimawandels vermehrt erwartet und sollen in zukünftigen Experimenten am Seelabor simuliert werden. Schließlich diskutierten Mikrobiologe Dr. Peter Casper und Doktorand Marc Kupetz in einem Vortrag und einem Poster die Rolle von Seen bei der Emission von Treibhausgasen – ebenfalls ein Prozess, der sich aufgrund des Klimawandels verändern könnte und der am Seelabor intensiv untersucht wird.

 

 

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Dr. Peter Kasprzak (2. von links) im Gespräch mit internationalen Kollegen.

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