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Montag, 03.12.2012

Arbeitstreffen mit Vertretern von Tereno-Nordost

Gemeinsame Forschungsinteressen ausbauen

Die Teilnehmer des Treffens im Rahmen von Tereno-Nordost.*
Ob es mögliche Anknüpfungspunkte zur Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts «Tereno-Nordost» gibt, wurde Anfang Dezember bei einem Arbeitstreffen diskutiert. Auf dem Programm stand auch die Besichtigung des Seelabors.

Tereno steht für «Terrestrial Environmental Observatories». Es ist ein auf zunächst 15 Jahre angelegtes, interdisziplinäres Forschungsprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft. Ziel ist es, die Auswirkungen des globalen Umweltwandels auf regionaler Ebene zu untersuchen. Zu diesem Zweck spannt Tereno in vier charakteristischen Landschaften Deutschlands ein Netzwerk von Instrumenten zur Erdbeobachtung auf. Im nordostdeutschen Tiefland, dessen Landschaft durch ein verzweigtes Seen- und Flusssystem gekennzeichnet ist, liegt das nördlichste der Tereno-Observatorien. Diese kurz als Tereno-Nordost bezeichnete Beobachtungsstation wird vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) koordiniert. Um mögliche Kooperationen zu diskutieren, hatte Dr. Knut Kaiser (GFZ), der Koordinator von Tereno-Nordost, Wissenschaftler des IGB und des GFZ Potsdam zu einem Treffen eingeladen.

 

Treffpunkt war der Große Fürstenseer See, südöstlich von Neustrelitz im Müritz-Nationalpark, einer der Standorte von Tereno-Nordost, wo die Installationen des GFZ zur Erforschung des lokalen Wasserhaushalts besichtigt und diskutiert wurden. Ein wichtiger Fokus der Arbeiten im Rahmen von Tereno ist es, Daten aus der Analyse von Seesedimenten, Langzeit-Monitoringprogrammen und aus der Fernerkundung zusammenzuführen, um daraus ein besseres Verständnis landschaftlicher Prozesse und Handlungsoptionen für das Management von Ökosystemen im Zeichen des Klima- und Landnutzungswandels abzuleiten. Diese Ziele stehen auch beim IGB-Seelabor im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Nach der Exkursion an den Fürstenseer See und den mit ihm verbundenen Hinnensee, besuchten die Wissenschaftler deshalb auch die neue Forschungsplattform auf dem Stechlinsee.

 

Bei winterlichen Temperaturen präsentierte Prof. Gessner das Konzept der Versuchsanlage und der geplanten Untersuchungen, bevor die Vertreter des GFZ und des IGB gemeinsame Ziele, Forschungsaktivitäten und Anknüpfungspunkte für Kooperationen in der geheizten Fischerhütte des Instituts diskutierten. Die Themenfelder Seemonitoring, Analyse von Seesedimenten und Seehydrologie wurden als Schnittstellen besonderer gemeinsamer Interessen identifiziert. Als nächster Schritt wurde ein interner Workshop IGB-GFZ zum Thema «Langfristige Veränderungen von Seen in Nordostdeutschland» vereinbart, der 2013 stattfinden wird.

 

*Auf dem Foto von links nach rechts: Prof. Achim Brauer (GFZ), Dr. Ulrike Kienel (GFZ), PD Dr. Sabine Hilt (IGB), Prof. Mark Gessner (Leiter IGB Stechlin), Dr. Michael Hupfer (IGB), Dr. habil. Knut Kaiser (GFZ und Koordinator Tereno-Nordost). Nicht auf dem Foto ist Dr. Jörg Gelbrecht (IGB).

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