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Freitag, 08.02.2013

TemBi-Treffen: Versuchsplanung 2013

Bald wird das nächste Experiment gestartet.

Am Dienstag, 5. Februar, kamen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des TemBi-Projekts, «Klimagetriebene Veränderungen der Biodiversität von Mikrobiota», zusammen, um das Experiment zu besprechen, das 2013 im Seelabor durchgeführt werden soll.

Beim ersten TemBi-Treffen im neuen Jahr stand die Planung des Großexperiments 2013 im Mittelpunkt. Versuchsziel ist es, die sogenannte Thermokline abzusenken und zu erforschen, wie die Gewässerorganismen darauf reagieren. Als Thermokline wird in der Limnologie die Sprungschicht bezeichnet, die das warme Oberflächenwasser im Sommer vom kalten Tiefenwasser trennt. Modellrechnungen des IGB lassen darauf schließen, dass sich die Lage der Thermokline im Zuge des Klimawandels verändert. Daraus ergeben sich direkte und indirekte Konsequenzen auch für die Organismen im Gewässer.

 

Um alle Teilnehmenden an einem Tisch versammeln zu können, wurde extra für das TemBi-Treffen die Möblierung im Seminarraum des IGB Stechlin neu arrangiert. Von morgens 10 Uhr bis nachmittags 16 Uhr wurden verschiedene Aspekte des geplanten Versuchs diskutiert: Wann ist der günstigste Zeitpunkt, mit dem Experiment zu beginnen? Welche der 24 Versuchszylinder sollen verwendet werden? Welche Auswirkungen auf das Plankton sind durch den geplanten Einsatz von Pumpen zu erwarten? In welchem Rhythmus werden – neben den mit dem automatisierten Messsystem des Seelabors bestimmten limnologischen Standardmessgrößen – Proben aus den Versuchszylindern entnommen und im Labor analysiert?

 

Die meisten dieser Fragen konnten definitiv geklärt werden. Den Teilnehmern des Treffens war aber bewusst, dass das IGB mit dem Seelabor wissenschaftliches und technisches Neuland betritt. Das bringt Unsicherheiten mit sich. Die Wissenschaftler sind deshalb vorbereitet, je nach Situation notfalls auch kurzfristig neu zu entscheiden.

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