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Montag, 30.06.2014

Wissenschaftler-Treffen im norwegischen Bergen

IGB-Wissenschaftler an den marinen Mesokosmen der Universität Bergen

Drei Wissenschaftler des IGB haben das Seelabor am «Future-Ocean»-Kongress Ende Juni in Bergen, Norwegen vertreten. Vor Ort wurde auch die älteste, bis heute betriebene meeresbiologische Mesokosmen-Versuchsanlage der Universität Bergen besucht.

In der meeresbiologischen Forschung werden dem Seelabor ähnliche, jedoch um Dimensionen kleinere Anlagen, sogenannte Mesokosmen,schon seit Jahrzehnten intensiv genutzt. Sie waren daher auch ein wichtiges Thema beim IMBER*-Kongress «Future Oceans», der vom 23. bis 27. Juni im norwegischen Bergen stattfand. Prof. Mark Gessner, Dr. Jens Nejstgaard und Dr. Stella Berger vom IGB Stechlin präsentierten dort das Seelabor. Ihr Ziel war es, bestehende Kontakte aus der marinen Forschung aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen. Dies einerseits, um aus den Erfahrungen an marinen Anlagen für das Seelabor zu lernen und anderseits um für ein Netzwerk zu werben, das sowohl terrestrische und marine als auch Süßwasser-Mesokosmen umfasst und deren Zusammenarbeit im Rahmen der Klimafolgeforschung fördert.

 

Schon seit 1978 betreibt die Universität Bergen vor der Küste in Espegrend marine Mesokosmen. Es ist die weltweit älteste, bis heute betriebene Anlage. Jens Nejstgaard, der die Mesokosmen mehr als 20 Jahre als Leiter mehrerer internationaler Projekte intensiv betreute und Stella Berger, die dort im Projekt MESOAQUA geforscht hat, organisierten einen Besuch vor Ort. Die Plattform besteht aus 12 Schwimmringen, an die Versuchseinheiten mit 1–2 m Durchmesser, 5–15 m Tiefe und ca. 10–25 m3 Volumen gehängt werden können. Seit 1996 wurden dort über 100 nationale und internationale Projekte mit mehr als 400 Wissenschaftlern aus 25 Ländern durchgeführt. Mehrere hundert wissenschaftliche Artikel konnten dazu veröffentlicht werden.

 

* IMBER (Integrated Marine Biogeochemistry and Ecosystem Research), ein 2001 gestartetes internationales Projekt, untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf Ozeane.

 

Foto: Jens Nejstgaard, Mark Gessner, Stella Berger (v.l.n.r.). © IGB

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